Gifhorn: Tierquälerei zum Ferienstart
Gerettet: Diese Katze wird jetzt in Ribbesbüttel aufgepeppelt. Foto: Privat

Gifhorn: Tierquälerei zum Ferienstart

Ribbesbüttel. Urlaubszeit – wohin jetzt mit dem Haustier? Statt eine liebevolle Betreuung zu organisieren und sich zu kümmern, haben jetzt drei Zeitgenossen ihre Haustiere einfach entsorgt. Auf grausame Weise. „Wir sind mal wieder fassungslos“, sagt Tierschutzzentrums-Leiterin Janina Bieling, bei der die Vierbeiner gelandet sind.
In Ummern wurde beobachtet, wie eine junge Katze aus einem fahrenden Auto geworfen wurde. Die Tierschützer berichten, dass das Kätzchen nicht aufstehen konnte und vor Schmerzen geschrien hat. Es kam gleich zur Tierärztin, die ein gebrochenes Becken bei dem misshandelten Tier feststellte und behandelte.
Im Eyßel, dem Waldstück zwischen Kreisstraße 114 und Wolfsburger Straße, haben aufmerksame Spaziergänger ausgesetzte Kaninchen entdeckt. Es gelang ihnen, drei völlig verwahrloste Tiere einzufangen, zum Tierarzt und danach ins Tierheim zu bringen. Das vierte Tier konnte allerdings nur noch tot geborgen werden – ein Holzkreuz in Ribbesbüttel erinnert an das Tier.
Außerdem meldete jemand im Tierheim fünf seit etlichen Tagen unversorgte Katzen – die Besitzerin war womöglich einfach in den Urlaub gefahren, ohne sich um sich die Versorgung der Tiere zu kümmern. Dank des Veterinäramtes konnten die zum Teil schon sehr abgemagerten Katzen erst einmal im Tierheim untergebracht und versorgt werden.
„Wir fragen uns immer wieder, warum die Menschen sich nicht früher Hilfe suchen, wenn sie womöglich überfordert sind. Stattdessen müssen die Tiere furchtbar leiden“, kann sich Janina Bieling nur wundern.