
hallo stellt den Seniorenstützpunkt Peine vor
Peine. Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen – auch jüngere Menschen können durch Unfall oder eine schwere Krankheit auf Hilfe angewiesen sein. Eine erste Anlaufstelle für Betroffene und deren Angehörige ist der Senioren- und Pflegestützpunkt Peine. Zum Jahresbeginn 2014 wurde die Beratungsstelle des Seniorenbüros mit dem Pflegestützpunkt zusammengelegt, um Hilfesuchenden eine optimierte Beratung aus einer Hand bieten zu können.
Themen wie die Pflegestufe und Leistungen aus der Pflegeversicherung werden häufig erfragt. Oder welche Möglichkeiten der ambulanten, teilstationären und stationären Versorgung es gibt. „Wir ermitteln den individuellen Hilfe- und Pflegebedarf und begleiten auch bei der Pflegestufenbegutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MdK)“, erzählt Bianca Kaiser, die mit Katarzyna Galuszka-Stolz zum Pflegeberatungsteam gehört. Unabhängig informiert wird auch über wohnortnahe Versorgungs- und Betreuungsangebote, Hospize und palliative Versorgung, Selbsthilfegruppen, Tagespflege und vieles mehr. Die Auswahl an geeigneten Pflegediensten oder Wohnheimen wird durch aktuelle Übersichtslisten erleichtert. „Wir empfehlen jedoch keinen Anbieter, sondern bieten lediglich eine Übersicht“, betont Bianca Kaiser. Sporadisch werden von der Beratungsstelle auch seniorenrelevante Vorträge angeboten. Der nächste findet im Herbst zum Thema „Erbrecht“ statt.
Weiter gibt es eine Wohnraumberatung, die von der Diplom-Sozialarbeiterin Mändy Kießling als Mitarbeiterin vom Paritätischen Peine durchgeführt wird. Immer mehr Menschen fragen sich, wie sie möglichst lange und selbstständig im vertrauten Umfeld leben können. „Manchmal reichen bereits Umgestaltungsmaßnahmen in der Wohnung aus wie ein Badumbau oder ein stufenloser Eingang“, erklärt Kießling. Beraten wird über Finanzierungsmöglichkeiten der Veränderungs- bzw. Umbaumaßnahmen. Bei Vorliegen einer Pflegestufe gibt es zum Beispiel von der Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Darüber hinaus kann die Beraterin auf Wunsch bei der Antragstellung unterstützen, sowie die Durchführung der Umbaumaßnahme begleiten. Zusätzlich sind acht ehrenamtliche Wohnraumberater im Landkreis Peine tätig. Alle Beraterinnen und Berater führen auf Wunsch auch Hausbesuche durch.
Zudem werden ehrenamtliche DUO-Seniorenbegleiter in Kooperation mit einem Erwachsenenbildungsträger in einer mehrwöchigen Qualifizierung geschult und an Senioren vermittelt. Derzeit gibt es im Kreis Peine 30 ehrenamtliche Kräfte, die ältere Menschen in ihrem Alltag helfen und begleiten. Der Schwerpunkt liegt auf dem sozialen Kontakt: Sie nehmen sich Zeit, hören zu und unternehmen gemeinsame Spaziergänge. Sie erledigen Besorgungen, begleiten zu Behörden, Ärzten oder kulturellen Veranstaltungen. Der Senioren- und Pflegestützpunkt Peine führt im Herbst eine neue Schulung für DUO-Seniorenbegleiter durch. Eine Infoveranstaltung ist am Donnerstag, 15. September, um 19 Uhr im Peiner Forum geplant.
Neu ist der „Gesprächskreis für pflegende Angehörige“, der im September startet. Jemanden zu pflegen, der einem nahe steht, kann schwierig und belastend sein. Daher lädt die Beratungsstelle einmal monatlich pflegende Angehörige ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach einem gemeinsamen Frühstück, gibt es einen kurzen Beitrag zu einem aktuellen Thema der Pflege. Im Anschluss besteht die Möglichkeit eines Austausches über Sorgen und Bedürfnisse. Das erste Treffen findet am Donnerstag, 15. September, von 10.30 bis 12 Uhr in den Räumlichkeiten des Senioren- und Pflegestützpunktes statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und wird vom Beratungsteam geleitet. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollten sich Interessierte jedes Mal unter der unten stehenden Telefonnummer bis zum Montag vor der Veranstaltung anmelden.
Der Senioren- und Pflegestützpunkt ist ein Zusammenschluss vom Landkreis Peine und den Wohlfahrtsverbänden aus dem Landkreis, wobei ein Wohlfahrtsverband immer federführend ist. Die Beratungsstelle wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Gesundheit, Soziales und Gleichstellung.