
Der Start.Punkt in Salzgitter stellt sich der Öffentlichkeit vor
SZ-Lebenstedt. Es gibt Ballonmännchen und selbstgebackene syrische Spezialitäten: Beim ersten Sommerfest des neuen Stadtteiltreffs „Start.Punkt“ für Flüchtlinge und Anwohner feiern hunderte Besucher sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zusammen. Musik, Tänze und Reden begleiten die Gäste an der Berliner Straße 200/202 .
Unter den Beteiligten sind auch Muhammed Abd Al Karim und seine Schützlinge. Die kleine Kindergruppe „Dimido“ singt gemeinsam mit dem Sportlehrer syrische Lieder. Der junge Mann ist seit Juli beim Start-Punkt-Team dabei und will mit seiner Erzählwerkstatt Flüchtlingskinder zum Sprechen animieren. „Das ist ein wunderbares Projekt“, so Projektleiterin Pia Tremmel. Derzeit sei er am Aufbau der Gruppe. Vertrauen schaffen ist das A und O bei den Kindern. Das gelingt Al Karim mit vielen Sport- und Musikangeboten. „Erst wenn sich die Kinder sicher und aufgehoben fühlen, können sie auch eine neue Sprache lernen“, berichtet Petra Behrens-Schröter, Leiterin der Diakonie Salzgitter. Mittels eines Bauchtheaters will Muhammed Abd Al Karim den sechs bis 12 teilnehmenden Kindern das freie Sprechen auf deutsch beibringen.
Im Inneren des Treffpunktes erklärt Projektleiterin Pia Tremmel die Kursangebote und die aktuelle Fotoausstellung. Flüchtlinge präsentieren ihre zerstörte Heimat. Fluchtszenarien dokumentieren die einzelnen Schicksale. Die Bilder sind noch bis Ende September zu sehen.yw