Botschaft für Salzgitter: Gemeinsam geht ganz viel

Botschaft für Salzgitter: Gemeinsam geht ganz viel

„Gemeinsam können wir viel bewegen“: Diese Botschaft sendete der Neujahrsempfang der Volksbank Braunschweig-Wolfsburg an die knapp 200 Gäste und die Menschen in Salzgitter aus. Im Foyer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Salzgitter-Bad stellte Bankdirektor Steffen Krollmann gestern die soziale Verantwortung in den Mittelpunkt.

Freut sich über den guten Zulauf beim siebten Neujahrsempfang der Volksbank Braunschweig-Wolfsburg in Salzgitter-Bad: Bankdirektor Steffen Krollmann bei der Begrüßung der fast 200 Gäste im Foyer der WIS.

Draußen war es eiseskalt, drinnen durfte den Zuhörern ein wenig warm ums Herz werden. Die siebte Auflage des Volksbank-Neujahrsempfangs  mündete in einem Appell, sich gemeinsam für Salzgitter einzubringen. Wenn es in der zunehmend ökonomisierten Gesellschaft immer kälter werde, „müssen wir aufpassen, dass die Menschen am Rand nicht verloren gehen“ – diese Worte wählte Lebenstedts Propst Joachim Kuklik, den Gastgeber Krollmann  zusammen mit dessen Pendant Ralf Ohainski aus Salzgitter-Bad und Kämmermer Ekkehrad Grunwald zum „Treppengespräch“ bat. Dort gingen sie der Frage nach, wie sich das soziale Engagement vor Ort noch verbessern ließe.

Es könne nicht genug getan werden, sagte Kuklik gerade mit Blick auf die wachsende Zahl älterer Menschen und eine sich immer weiter differenzierende Gesellschaft. Er forderte einen „Wandel im Bewusstsein“. Es gelte, vor allem über die Chancen und Möglichkeiten zu sprechen. Kuklik: „Wir müssen die Aktivitäten besser verbinden und vernetzen.“

Als „beispielhaft“ dafür nannte Ohainski den NOW-Stadtteiltreff in Salzgitter-Bad, wo Kirchen und Institutionen sich für alle Generationen einsetzten. Menschen zusammenbringen, gemeinsam den Weg freimachen und aufeinander zugehen, lautete sein Rezept, um miteinander etwas in Bewegung zu setzen.

Aufgaben besser verteilen

Salzgitters Kämmerer Grunwald nannte es gut, dass es in der Stadt mehrere „Player“ auf dem Gebiet der sozialen Verantwortung gebe. Er regte an, dass sich alle Institutionen beim  Bedarf noch besser abstimmen und die Aufgaben noch besser verteilen. Die örtlichen Stiftungen sollten sich bei den Bewohnern noch bekannter machen. Für mehr ehrenamtlichen Einsatz in der Bevölkerung forderte Grunwald  attraktive Angebote und transparente Organisationen. Sein Credo: „Mitmachen muss Spaß machen.“ Die Bürger setzten sich laut Grunwald für das ein, was ihnen wertvoll erscheine.
In seiner Begrüßung hatte Krollmann die schlechte Nachricht über den tausendfachen Stellenabbbau in der Branche mit einer guten aus seinem Haus verbunden. Die Volksbank BraWo habe im Januar mehr als 20 neue Mitarbeiter eingestellt. „Damit wird deutlich, dass wir erfolgreich unterwegs sind“, leitete er über zum sozialen Einsatz des Geldinstitutes, dessen Basis der wirtschaftliche Erfolg sei. Erster Schritt sei die Gründung der unabhängigen Stiftung gewesen, die mit heute 20 Millionen Euro Stiftungskapital deutschlandweit die größte genossenschaftliche Einzelstiftung sei.

Krollmann erinnerte an den  „fit-4-future“-Lauf mit 10.000 Schülern aus der Region im vergangenen Jahr und kündigte an, „konservativ geschätzt“  den Schulen in Salzgitter einen Betrag von 200.000 Euro für „Bewegung, Ernährung und Brainfitness“  zur Verfügung stellen zu können. Angefangen vom RTL-Kinderhaus über den Sportoszkar bis zur Trauerarbeit summiere sich die Projektförderung in sechs Jahren auf mehr als eine Million Euro. Allerdings beanspruchte Krollmann die Erfolge nicht allein für sich. „Ohne unsere Kunden und die Unterstützung aus dem Mittelstand hätten wir das nicht geschafft.“