
Salzgitter-Ringelheim: Biografie über Friedrich von der Decken erschienen
SZ-Ringelheim. Als Oberster Organisator des hannoveranischen Heeres suchte er einen repräsentativen Wohnsitz. Und fand ihn in Ringelheim. Friedrich von der Decken war einer der herausragenden Persönlichkeiten im 18. und 19. Jahrhundert. Nun, 200 Jahre nach dem Erwerb des Schlosses Ringelheim 1817, ist seine Biografie erschienen.
Der Autor, Prof. Armin Schöne aus Langwedel, dem Geburtsort des Grafen von der Decken, zeichnet den Lebensweg des Offiziers höchsten Ranges, Politikers, Historikers, Staatsratsmitglieds des Königreichs Hannover und ersten Präsidenten des historischen Vereins für Niedersachsen nach. Sein eigentlicher Verdienst war es aber, dass er während der napoleonischen Kriege in London eine Armee aus ehemaligen Soldaten, der von Napoleon besetzen Gebiete, aufstellte und mit dem preußischen General Gerhard von Scharnhorst die Grundlagen für Militärformen schuf. Die „Kings German Legion“ war seine Schöpfung.
In dem 178-seitigen Buch wird nicht nur sein Lebensweg skizziert. Viele Kupferstiche und Bilder bereichern die Biografie. Viele Bilder stammen von Dirk Schaper. Der Ortsheimatpfleger aus Ringelheim freut sich über das gelungene Buch, das im Verlag Edition Falkenberg erschienen ist: „Bisher wurde nur wenig über den berühmten Ringelheimer veröffentlicht. Schön, dass er damit nicht in Vergessenheit gerät.“ Graf Friedrich von der Decken lebte zwischen 1817 und 1840 in Ringelheim und wurde hier im Mausoleum beerdigt. Sohn Adolf legte den Schlosspark 1846 bis 1849 an, der noch heute Ziel vieler Besucher ist. Das Schloss mit 156 Räumen stand lange Jahre leer und ist mittlerweile in Privatbesitz. Das Buch ist im örtlichen Buchfachhandel über die ISBN-Nummer 978-3-95494-118-6 zum Preis von 29,90 Euro bestellbar.