Salzgitter: Ungefilterte Eindrücke von Krieg und Flucht
„Gebt uns die Kindheit. Gebt uns den Frieden.“ Mit ihrem Gesang rührten die DiMiDochen die Gäste zu Tränen. Foto: ARD

Salzgitter: Ungefilterte Eindrücke von Krieg und Flucht

SZ-Lebenstedt. Menschenmassen dicht gedrängt auf engstem Raum. Fotos von Flüchtlingsbooten im Mittelmeer und die Flucht durch die Sahara. Menschen gaben ihre Heimat auf und haben schmerzhafte Bilder in Erinnerung. Diese wurden im Diakonie-Treff in Fredenberg zu einer Ausstellung unter dem Motto „Darum sind wir hier“ zusammengestellt. Rund 100 Gäste folgten der Einladung zur Eröffnung.

Obwohl das Thema Flucht schon lange thematisiert wurde, kann sich wohl kaum jemand vorstellen, was es für einen Menschen bedeutet, seine Heimat und seinen gesamten Besitz zurückzulassen, um vor Krieg und Gewalt zu fliehen. Dies soll sich mit Hilfe der Ausstellung ändern.
Es sind unter die Haut gehende Bilder. Zu sehen sind Krieg und Zerstörung. Es sind Fluchtgeschichten aus der Perspektive der Betroffenen in Salzgitter – ungefiltert und authentisch. Bilder, die an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erinnern. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Diese Bilder helfen uns zu verstehen, was Menschen fühlen und durchgemacht haben“, so Landesbischof Christoph Meyns. Auf die Bilder zeigend fügte Bürgermeister Marcel Bürger hinzu: „Genau darum sind diese Menschen alle hier.“
In Salzgitter leben nun viele Menschen aus unterschiedlichen Kriegsgebieten zusammen und „wir sind gefordert ein gleichberechtigtes Miteinander zu üben. Zwischen den Religionen, den Geschlechtern, den Nationen und Generationen“, betonte die Beauftragte für Diakonie Petra Behrens Schröter. Die Erste Stadträtin Christa Frenzel ergänzte: „Es ist für mich eine so bewegende Erfahrung, dass wir die Dinge gemeinsam anpacken, damit wir mit der Situation klarkommen. Das ist eine Charakteristik dieser Stadt.“
Die Ausstellung ist kostenlos und kann montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 14 Uhr besichtigt werden.