
Spitzensport in Salzgitter bringt 21.170 Euro
SZ-Lebenstedt. Beim Verein „Wir helfen Kinder“, Veranstalter der Benefiz Handball-Gala in der Amselstieghalle, strahlten nach der fünfstündigen Veranstaltung alle Mitglieder und ehrenamtlichen Helfer um die Wette. Für die Unterstützungsprojekte des Vereins kamen 21.170 Euro an Spenden-, Sponsoren- und Eintrittsgelder von über 1.000 Zuschauern zusammen.
Die geringere Zuschauerzahl im Vergleich zum Vorjahr ist laut Vorsitzenden Volker Machura unter anderem in den Zeugnisferien begründet, die etliche Handballfans offenbar zu einem Kurzurlaub mit ihren Kindern genutzt haben.
„Wir sind glücklich, dass wir die Zusagen von sechs Mannschaften bekommen haben und dankbar für jeden, der sich den gebotenen Spitzenhandball nicht entgehen ließ. Unsere Hoffnung auf einen Erlös von 20.000 Euro plus X ist eingetroffen“, freute sich Volker Machura. Man müsse nicht jedes Mal ein Ereignis toppen. „Alle Mannschaften haben sich bei uns bedankt und haben dieses Event und die tolle Organisation hoch gelobt und würden gern wiederkommen“, kann der Vorsitzende ein positives Fazit ziehen.
Besonders freute er sich über den Championsleague-Teilnehmer HC Motor Zaporozhye aus der Ukraine. „Auf deren Internet- und Facebookseite tauchte nur kurz nach dem Ende der Veranstaltung ein Bericht mit vielen Fotos auf“, sagte Volker Machura.
Beim Turnier steigerten sich die sechs Mannschaften. Während Drittligist Eintracht Hildesheim gegen den Bundesligavertreter TuS Nettelstedt-Lübbecke mit 24:31 (9:13) zum Auftakt der drei Partien trotz intensiven Bemühens unterlag, war im zweiten Spiel schon richtig Feuer drin. Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf hatte personelle Probleme nicht nur wegen einiger verletzter Spieler, vor allem die Nationalspieler Kai Häfner und Erik Schmidt fehlten im Team. Das war der Grund für die furios aufspielende Mannschaft des Zweitligisten GWD Minden. Mit tollen Toren durch ihre Rückraumschützen und vielen verpassten Chancen seitens des TSV gewannen die Ostwestfalen verdient mit 35:22 und unterstrichen damit ihre Aufstiegsambitionen.
Das letzte Spiel kam dem Wort Weltklasse-Niveau recht nahe. „Beide Trainer hatten angekündigt, dass man bei diesem für sie wichtigen Leistungstest auf höchstem Niveau spielen werde“, erklärte Volker Machura die tollen Leistungen sowohl vom SC Magdeburg als auch des HC Motor Zaporozhye. Beide Teams hatten sich bis zum Schluss nichts geschenkt. Das Spiel wogte mit Vorteilen für den ukrainischen Championsleague-Teilnehmer hin und her, den Magdeburgern fehlte in der einen oder anderen Situation die nötige Konzentration beim Torwurf. Mit 32:31 behielt HC Motor am Ende die Nase vorn.
Alle Mannschaften wurden mit großem Beifall verabschiedet. Ein glückliches Ende gab es auch für Mandy Müller, die für die Betreuung der Mannschaft aus der Ukraine abgestellt war. Sie klopfte nach der Partie an der Tür zur Umkleidekabine und erhielt aus den Händen eines der Spieler dessen Trikot und zwei Eintrittskarten für das nächste Testspiel in Eisenach geschenkt. pa