17-jähriger stirbt beim überqueren der Autobahn
A 39: Unterführungen schaffen gefahrlose Verbindungen. Ein 17-Jähriger wurde jetzt aber bei einem Unfall tödlich verletzt, als er eine Abkürzung über die Fahrbahn nehmen wollte.

17-jähriger stirbt beim überqueren der Autobahn

Wolfsburg. Tragischer Unfall auf der Autobahn zwischen Mörse und Westhagen: Am Freitag vor einer Woche kam ein 17-jähriger Wolfsburger bei dem Versuch ums Leben, zu Fuß die A39 zwischen Mörse und Westhagen zu überqueren. Ein 40-Tonner erfasste den Jugendlichen auf der Strecke zwischen Fallersleben und Mörse – nur etwa 50 Meter neben einer sicheren Unterführung.
Der Fahrer des Lkw habe laut Aussage von Zeugen keine Chance gehabt, den Zusammenstoß zu vermeiden, sagte Hans-Hermann Ehlers von der Autobahnpolizei. „Wegen einer leichten Kurve war die Fahrbahn schwer einsehbar und der Junge war dunkel gekleidet“, so Ehlers.
Den Erkenntnissen der Polizei nach war der 17-Jährige nach der Schule zu Besuch bei Freunden und machte sich gegen 20.30 Uhr aus Richtung der Bezirkssportanlage bei Mörse auf den Heimweg. Statt den nahen Tunnel für Fuß- und Radfahrer zu nehmen, wollte er offensichtlich direkt über die Fahrbahn abkürzen. In der Nähe der Unfallstelle entdeckte die Polizei einen Trampelpfad – und geht deshalb davon aus, dass es sich um eine beliebte Abkürzung handelt.
Peter Kassel, Ortsbürgermeister von Ehmen und Mörse, zwei-felt daran. „Ich habe noch nichts derartiges gehört und kann mir nicht vorstellen, dass sich viele Leute durch das Gebüsch oder am Zaun entlang drücken, obwohl es die Unterführung gibt“, sagt er. Einen schmalen Trampelpfad hat er allerdings auch gefunden, als er den Autobahnabschnitt jetzt persönlich prüfte. „Wir müssen uns das genau ansehen.“
Ludmilla Neuwirth, Ortsbürgermeisterin von Westhagen, berichtet, dass zumindest das Überqueren des Dresdener Rings außerhalb der regulären Überwege immer wieder ein Problem darstellt. Dass sich jemand an der Autobahn in noch viel größere Gefahr begibt, hätte sie sich nicht vorstellen können. „Das ist ein ganz schrecklicher Unfall. Mein Mitgefühl gilt der Familie.“
❱❱ Die Autobahnpolizei Braunschweig sucht dringend Zeugen, die wissen, wo sich der 17-Jährige am Freitag zwischen 14 Uhr nach Schulschluss und 20 Uhr aufgehalten hat, die in dieser Zeit mit ihm gesprochen oder ihn begleitet haben. Ungeklärt sei bislang, warum der Schüler die Autobahn an dieser Stelle überqueren wollte. Zeugen sollen sich unter Telefon 0531-4763715 melden.